Musikalische Andacht zum Thema "Ich vermisse dich"

Für diese Andacht sollte man sich 20 Minuten Zeit nehmen. Regieanweisungen sind kursiv gedruckt.
Ich suche etwas, das mich an die Person erinnert, an die ich denken möchte – ein Foto, einen Gegenstand oder ich schreibe einen typischen Satz auf, den diese Person sagen könnte. Vielleicht zünde ich auch eine Kerze an. Ich betrachte das Bild, dann höre ich ein Lied:

 

© 2015 Til von Dombois/Chiara Bon
Starten Sie das Lied, indem Sie oben links auf den Pfeil klicken

 

Ich denke an dich, du liebe Freundin / du lieber Freund!
Je lieber ich jemanden mag, umso stärker empfinde ich Trauer, wenn wir uns trennen. Beim Abschied trösten wir uns, indem wir uns die Hände reichen (eine Geste für Versprechungen) und versprechen: „Auf Wiedersehen“. Damit drücken wir die Hoffnung aus, dass es ein Wiedersehen geben wird. Der Abschied ist zeitlich begrenzt – das macht ihn etwas erträglicher.
Doch manchmal müssen wir Abschied nehmen und spüren, dass das Wiedersehen keine Selbstverständlichkeit ist. Die Corona-Seuche zwingt viele Menschen zu einem Abschied, bei dem das Händereichen verboten ist. Außerdem können wir nicht wissen, ob und wann es ein Wiedersehen geben wird…
Dein Ziel fernab von Zeit, wovon wir einfach nichts versteh’n.
Ja ich werde für dich beten und dafür, dass wir uns wiederseh’n.

Ich denke an dich, du liebe Freundin / du lieber Freund!
Wenn ich mich an unsere glücklichen Stunden erinnere, spüre ich noch die Lebensfreude von damals. Doch seit wir uns nicht mehr treffen dürfen, ist da eine Leere in mir – so ein flaues Gefühl im Magen. Es lähmt mich, wenn ich mich gerade aufgerafft habe, etwas zu tun. Gleichzeitig hält es mich unnötig wach, wenn ich zur Ruhe kommen will.
Eigentlich gibt es nur eine einzige Frage, die mich bewegt: Wann werden wir uns wiedersehen?
„Irgendwann“ antworte ich mir selbst, aber das ist kein richtiger Trost.
Und dann stelle ich mir vor, dass du gar nicht alleine bist…
1. Die Blätter still, der Wind ist fort, alles hält den Atem an.
Dein Leben war ein langer Tag, der gutgelaunt begann.
Wir haben kaum Trost in der Welt, sie macht kalt weiter wie bisher.
Dein Name bleibt sicher bei Gott, der Himmel ist nicht einfach leer
Dein Ziel fernab von Zeit, wovon wir einfach nichts versteh’n.
Ja ich werde für dich beten und dafür, dass wir uns wiederseh’n.

Ich denke an dich, du liebe Freundin / du lieber Freund!
Gleich als der Morgen dämmerte, gingen die Frauen zum Grab. Sie brachten die wohlriechenden Öle mit, die sie vorbereitet hatten. Da entdeckten sie, dass der Stein vom Grab weggerollt war. Sie gingen in die Grabkammer. Doch sie konnten den Leichnam von Jesus, dem Herrn, nicht finden.
Dann, während sie noch überlegten, was sie von alldem halten sollten – sieh doch: Da traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. Die Frauen erschraken und hielten ihren Blick gesenkt. Die beiden Männer sagten zu ihnen: »Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, Gott hat ihn vom Tod auferweckt.

2. Die letzte Stunde vor’m Neubeginn, wir zweifeln panisch voller Angst
Dabei wird alles mit dir gut. Der Herr macht Kleines groß und ganz
Zaghaftes Singen von ander’n Tagen, wenn unsere Trauer endet.
Wellen, die wiegen, ewiger Frieden und Leben, das den Tod abwendet.
Dein Ziel fernab von Zeit, wovon wir einfach nichts versteh’n.
Ja ich werde für dich beten und dafür, dass wir uns wiederseh’n.

Ich denke an dich, du lieber Gott!
Lass meine liebe Freundin / meinen lieben Freund nicht aus den Augen. Wir glauben ganz fest daran, dass wir uns wiedersehen, wenn wir jetzt bitten:
Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Dann höre ich mir das Lied noch einmal an und summe oder singe mit – zumindest beim Refrain.